Cuba

Part I: La Habana

Endlich aus dem Flughafen raus…

Cuba ist das erste Land, das ich bereist habe, welches mich wie eine seines gleichen aufgenommen hat. Ich durfte zum ersten Mal reisen, ohne einen Visumantrag stellen zu müssen. Keine 2 Stunden extra warten, weil ich nicht EU-Bürgerin bin, keine Abzocke, weil Touristin… Nein nichts desgleichen. Ich war eine von Ihnen. Endlich mal nicht vom Zoll ausgemustert zu werden, oder zum Healthcare geschickt zu werden, weil ich einen zentralafrikanischen Pass vorweise, dieses Gefühl der Unbeschwertheit, kann keiner nachfühlen der nicht selbst mit einem Afrikanischem Pass rumreist. Nun aber zum Bericht…

Nach ca. 15 Stunden Flug (Nürnberg-Düsseldorf, Düsseldorf-Havanna), sind wir endlich angekommen. Ich voller Aufregung, lauschend nach der Musik, suchend nach der tanzenden Meute. Wie in der Havanna Club Werbung in Deutschland halt. Aber nichts! Stattdessen fast 5 Stunden Wartezeit für unser Gepäck. Die Reise fängt super an… Als wir endlich aus dem „Jose Marti Flughafen „raus konnten, war ich verblüfft. Die Oldtimer wie man Sie erwartet. Ich glaube Die Zeit ist in Cuba einfach stehen geblieben. Hätten nicht alle Smartphones in der Hand und hätten sich nicht ein paar modernere Autos in das Porträt Bild gemogelt, wäre alles wie in den späten 50er. Jetzt brauchen wir erst mal Geld,dann kann weiter gestaunt werden!

Erste Eindrücke

Im Vorfeld wurden wir darauf hingewiesen, dass es 2 Währungen in Cuba gibt. Einerseits den „Peso National“ oder „Peso cubano“ CUP, nur für Einheimische und den „Peso Cubano Convertible“ CUC, für die Touristen. Warum fragt ihr euch? Mehr hier Um es sehr kurz zu machen, die Cubaner wollten 1994 den US-Dollar aus dem Geldverkehr ziehen und haben den CUC in diese Reform eingeführt. Der Wechselkurs für den CUC steht 1:1 zum US-Dollar und knapp unter 1 Euro (1CUC = 0.86 €), 1 CUC hingegen ist gleich 25 CUP (1CUP=0,033€). Geld in den Taschen, Rucksäcke auf, Cuba wir kommen. Wir haben zu Beginn unserer 6 Wöchigen Reise 2Nächte und 2 Tage in Havanna verbracht und zum Schluß hin 1Nacht und zwei Tage. Unsere Casa Particular (Casa Particular = Unterkunft beim Einheimischen) befand sich in einer engen Gasse in „La Habana vieja“ oder Havanna Altstadt.

Es stimmt tatsächlich, Havanna ist wie man es sich vorstellt, Musik in den Straßen, tanzende Menschen mit kreisenden Hüften… Ich konnte nicht anders als mit zu tanzen, die gute Laune ist echt ansteckend… selbst Steffen hat sich von mir mit treiben lassen. Abends sind wir noch mal losgezogen und wollten in das Nachtleben Havannas eintauchen. In jeder Bar, die wir angepeilt haben, gab es live Musik und tanzende Mengen. Das schöne am Backpacker Leben ist für mich unter den Einheimischen zu leben auch wenn es nur für eine sehr kurze Zeit ist, die Stadt und das Land von deren ihrer Perspektive zu sehen, trotz allem auch mal dahin zu gehen wo alle Touristen, Hotelbesucher absteigen und die Unterschiede zu vergleichen.

Sehenswürdigkeiten

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Havana, Cuba

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Einfach nur schööööööön

Wir haben den „Capitolio“ besichtigt, am Malecon die Meeresbrise genossen, die zahlreichen und farbfrohe Oldtimer inspiziert, an der Plaza de la Revolucíon Che und Fidel salutiert, im Museo de la Revolución und dem Memorial Granma gestaunt. Diese Stadt hat so viel zu erzählen, von Colonial Zeiten bis hin zur Revolution (mehr hier) Das Granma Memorial Museum wurde eröffnet 1976 in Havanna. Gegenüber befindet sich das Museum der Revolution, der ehemalige Präsidentenpalast. Das Hauptstück des Memorial Museums ist die Yacht Granma, die Che Guevara, Fidel Castro und ca. 80 Gefolgen aus Mexico nach Kuba, in die Sierra Maestra, gebracht hatte und von welche aus sie eine Guerilla gegen Batista führten, um Kuba aus der Diktatur zu befreien. Das Museum der Revolution, erbaut von Rodolfo Maruri und Paul Belau https://www.ecured.cu/Museo_de_la_Revoluci%C3%B3n . …

Achtung Abzocke!

Am Abend bevor wir weiter nach Trinidad fahren wollten, hat Steffen in die Touristen Falle getappt. Eine Kurzfassung der Geschichte. Wir hatten einen kleinen Hunger und Steffen wollte Bier. Ein Sandwich und 2 Bierdosen haben wir an einem unscheinbaren Kiosk bestellt, mit 50CUC bezahlt aber das Restgeld in CUP zurückbekommen. Unklar ob wir gerade tatsächlich um 40€ ausgenommen wurden, sind wir nach Hause gelaufen und haben unsere „mama“ aus der Casa particular befragt. Bevor sie überhaupt irgendeinen Ton von sich gab, haben wir an ihrem Gesichtsausdruck lesen können: Ihr wurdet reingelegt!!! Seitdem haben wir uns noch mal gründlich die physischen Unterschiede zeigen lassen.

Das positive Gegengewicht dieser Erfahrung war dass ich auf dem Markt als Kubanerin durchging und alles wurde mir zum lokalen Preis angeboten. So konnte ich also Massen an Obst für kleines Geld mit nach Hause nehmen. 😊 Ich sagte doch, das erste Land in dem ich privilegiert wurde…

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